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Brienner Straße

Vom Fürstenweg zur Prachtstraße: vom Odeonsplatz über Wittelsbacher-, Karolinen- und Königsplatz zum Stiglmaierplatz – Palais, NSDAP-Zentrale und Erinnerungsort an einer Achse.

1,4 kmLänge
1826Benennungsjahr
4Plätze im Maxvorstadt-Abschnitt
29 mHöhe des Obelisken am Karolinenplatz

Namensherkunft

Ihren Namen trägt die Straße seit dem 2. März 1826 auf Befehl König Ludwigs I.: Er erinnert an Brienne-le-Château in der Champagne, wo am 29. Januar 1814 im Winterfeldzug der Befreiungskriege russische und preußische Truppen unter Feldmarschall Blücher gegen Napoleon kämpften. Ob Bayern dabei waren, ist bis heute unklar überliefert: Das Münchner Adressbuch von 1880 datiert die Schlacht auf den 1. Februar 1814 und lässt die Bayern „unter Feldmarschall Wrede“ sich „mit Ruhm bedecken“ – gemeint ist offenbar die Schlacht bei La Rothière wenige Kilometer weiter, die ältere Literatur mit Brienne zusammenzog. Auch Arz spricht von Blüchers Truppen, „darunter auch bayerische Einheiten“ (Arz 2018, S. 143–144), und Köpf betont, Ludwigs jüngerer Bruder Prinz Carl habe sich in der Nähe von Brienne „mit den bayrischen Truppen militärisch ausgezeichnet“ (Köpf 2005, S. 24–25).

Die Benennung gehört zu einem Programm: Gleichzeitig erhielten die kreuzenden Straßen die Namen von Bar-sur-Aube (27. Februar 1814) und Arcis-sur-Aube (20./21. März 1814), sodass sich zwischen Odeons- und Königsplatz eine Folge französischer Niederlagen um den Karolinenplatz legt (Stephan 2013, S. 49, 64). Köpf deutet sie als letzten „Nadelstich gegen die Franzosen“ im Dienst von Ludwigs nationalem Geschichtsbild (Köpf 2005, S. 25). Paradox wirkt das Ensemble durch den Obelisken in der Mitte, der den 30.000 Bayern gewidmet ist, die 1812 im Russlandfeldzug noch an Napoleons Seite starben – und dessen Inschrift behauptet, „dass auch sie“ für des Vaterlandes Befreiung gefallen seien (Stephan 2013, S. 49).

Zuvor hieß die Chaussee einfach „Fürstenweg“. Am 21. November 1808 erhielten ihre Abschnitte die Namen „Königstraße“ (Ottostraße bis Königsplatz, zur Erinnerung an die 1806 erlangte Königswürde) und „Kronprinzenstraße“ (Königsplatz bis Stiglmaierplatz); vom 1. Dezember 1812 an hieß der ganze Straßenzug einschließlich des Stücks vom Hofgarten bis zur Ottostraße Königstraße. Nach der Machtübernahme beschloss der Stadtrat 1933, die Brienner Straße zwischen Odeons- und Königsplatz in „Adolf-Hitler-Straße“ umzubenennen; Hitler lehnte ab (Arz 2018, S. 144; Köpf 2005, S. 85). Ebenso folgenlos blieb 1946 der Antrag der Betreuungsstelle für politisch Verfolgte, Königsplatz und Brienner Straße nach den „Opfern des Faschismus“ zu benennen (Köpf 2005, S. 134 f.).

Geschichte

Lange bevor es die Maxvorstadt gab, verband ein Fahrweg die Residenz mit dem Sommerschloss Nymphenburg. Er wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts um den Stadtwall herum angelegt, seit 1738 von einer Allee gesäumt und lief „in Krümmungen hin“, wie Nagler 1863 schrieb. Ein Kupferstich Friedrich Webers um 1800 zeigt die „mit schattenspendenden Bäumen bepflanzte Chaussee“ quer über die Wiesen vor dem Schwabinger Tor (Stephan 2013, S. 27); nördlich davon lag nur die einzeln stehende Huter-Schwaige, im Volksmund „Milchgarten“ (Stephan 2013, S. 120). Der Steuerkatasterplan von 1809 zeigt bereits, wie das Gelände südlich des „noch nicht regulierten Fürstenwegs“ von einem quadratischen Raster überplant ist, während nördlich die alten Flurgrenzen noch gelten (Stephan 2013, S. 24). Der Wettbewerb von 1808 sollte den Fürstenweg „zu einer regulierten, repräsentativen Straße“ ausbauen und über die Max-Joseph-Straße mit dem Maxtor verbinden (Stephan 2013, S. 34).

Den Generalplan, 1812 genehmigt und als „Geburtsstunde der Maxvorstadt“ gefeiert, entwarfen Karl von Fischer und der Hofgärtner Friedrich Ludwig von Sckell: Zentrale Achse sollte der ausgebaute Fürstenweg sein, der, „unterbrochen vom repräsentativen Karolinen- sowie Königsplatz, als Direttissima von der Residenz zum Schloss Nymphenburg führte“; an ihm sollten Villen mit großen Gärten entstehen (Arz 2018, S. 8). Schon der Stadtplan von 1812 weitet die Achse durch zwei Rundplätze (Karolinen- und Stiglmaierplatz) und einen quadratischen Platz (Königsplatz) auf (Stephan 2013, S. 35). Die Bautätigkeit begann 1809 am Karolinenplatz und an der Brienner Straße (Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 8): Fischer baute das Palais Asbeck, später Lotzbeck, 1810 das Palais Degenfeld und sein eigenes Wohnhaus an der Ecke zur Arcisstraße (Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 15), 1812 das Kronprinzenpalais, in dem Ludwig bis zu seiner Thronbesteigung wohnte (Stephan 2013, S. 118). Einen Eindruck dieser lockeren Villenbebauung in großzügigem Grün vermitteln der Karolinenplatz und Teile der Straße noch heute (Freitag 2013, S. 32).

Mit der Berufung Leo von Klenzes 1816 kippte das Konzept: An die Stelle des für Gärten offenen Pavillonsystems trat die geschlossene, aneinandergerückte Bebauung, „welche aus der Vorstadt eine faktische Neustadt“ machte (Stephan 2013, S. 35). Klenzes Generalplan für die Anlagen vor dem Schwabinger Tor, im Juli 1817 genehmigt, strich die am Beginn der Straße geplanten Häuserblöcke und setzte an ihre Stelle den Wittelsbacherplatz; das Schwabinger Tor fiel noch 1817 (Freitag 2013, S. 34). Als Ausgangspunkt der Straße entstand das Hofgartentor (Arz 2018, S. 9). Kronprinz Ludwig hätte sogar die Pinakothek gern an der Brienner Straße gesehen (Freitag 2013, S. 66); das Grundstück des späteren Palais Almeida war dafür im Gespräch, bis es 1823 Ludwigs Bruder Carl erwarb (Arz 2018, S. 52). Stattdessen bauten Klenze und sein Mitarbeiter Jean Baptiste Métivier, oft als Spekulationsobjekte privater Bauherren, die Palais Arco-Zinneberg, Eichthal und Almeida (Arz 2018, S. 52). Zugleich verlagerte Klenze den Schwerpunkt: Nicht mehr die Straße zur „langsam unwichtig gewordenen Nebenresidenz Nymphenburg“, sondern die Ludwigstraße sollte Hauptachse sein (Arz 2018, S. 9). Gemeinsam sollten beide Straßen den Schwerpunkt von der Bürgerstadt zur monarchischen Residenzstadt verschieben (Bäumler/Fromm 2017, S. 40).

Unter Ludwig I. erhielt die Straße 1826 ihren Namen und ihre Monumente. 1830 war die Glyptothek am Königsplatz vollendet (Köpf 2005, S. 36), 1833 wurde auf dem Karolinenplatz der 29 Meter hohe Obelisk aufgestellt, den Ludwig ursprünglich mitten in der Ludwigstraße errichten wollte (Arz 2018, S. 11; Bäumler/Fromm 2017, S. 40). 1843–1848 baute Friedrich von Gärtner an der Ecke Türkenstraße das neugotische Wittelsbacher Palais für Kronprinz Maximilian – „der zuwiderste Bau, den ich geführt habe“, wie der Architekt schimpfte. Nach Ludwigs Abdankung 1848 tauschten Vater und Sohn die Wohnsitze, und der Exkönig haderte bis an sein Lebensende mit dem „scheußlichen Kasten“ (Arz 2018, S. 54; Stephan 2013, S. 38). Sein Trauerzug führte 1868 die Brienner Straße hinaus, vorbei am Obelisken und durch die Propyläen – „so hatte er es gewünscht“ (Köpf 2005, S. 45). Die Propyläen hatte 1862 der Polizeidirektor mit einer Verkehrsordnung für Wagen „von der innern“ und „von der äußern Brienner Straße“ freigegeben (Köpf 2005, S. 43). Dass München trotz aller Pracht „ein Dorf, in dem Paläste stehen“ sei, spottete Heine – vermutlich, so Arz, nach einem Bummel die Brienner Straße entlang (Arz 2018, S. 11).

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Straße zur Adresse von Adel, Diplomatie, Kunst und Geld. Graf Adolf Friedrich von Schack kaufte sich 1855/56 jenseits der Propyläen ein und ließ seine wachsende „Privat-Pinakothek“ von Lorenz Gedon zu einem verschachtelten Ensemble ausbauen, das 1874 öffnete (Arz 2018, S. 97); nebenan wohnte 1864/65 Richard Wagner in einer von Ludwig II. bereitgestellten Villa (Arz 2018, S. 12). Gegenüber dem späteren Braunen Haus residierte seit 1887 die Päpstliche Nuntiatur im Palais Degenfeld, ab 1917 unter Eugenio Pacelli (Weyerer 1993, S. 143). Seit 1888 lockte das Café Luitpold an der Altstadtseite als „Palast-Café ersten Ranges mit Weltgeltung“ (Stephan 2013, S. 83) Kandinsky, Klee, George und Wedekind an; gleich daneben führte Heinrich Jaffe eine Buchhandlung neuen Typs ohne Ladentheke (Bäumler u. a. 2015, S. 57–58). Elsa und Max Bernstein hielten in der Brienner Straße 8a einen Salon, in dem Thomas Mann und die Pringsheims verkehrten (Bäumler u. a. 2015, S. 36, 49); Carry Brachvogel wohnte bis 1894 in der Nr. 54 (Bäumler/Fromm 2017, S. 71), und von 1910 bis 1935 war die Brienner Straße 37 (heute 40) Zentrale des Vereins für Fraueninteressen (Bäumler/Fromm 2017, S. 78; Weyerer 1993, S. 125–126). Kunsthändler setzten Palais: Gabriel von Seidl baute 1897/98 das Palais Berchem und 1904/05 das Haus des Antiquitätenhändlers Julius Böhler, Gustav von Cube 1910/11 den Firmensitz des Antiquars Jacques Rosenthal (Arz 2018, S. 55, 67). 1912 lotste Hans Goltz die umstrittenen Bilder von Marc und Kandinsky in seinen Buchladen in der Brienner Straße 8 – die Geburt des Blauen Reiter als Stadtgespräch (Arz 2018, S. 44).

Nach 1918 verlor die Straße ihren Glanz. Im Wittelsbacher Palais, das Ludwig III. 1918 verlassen hatte, wurde im April 1919 die Räterepublik beschlossen (Arz 2018, S. 54). Viele Palaisbesitzer konnten ihre Häuser nicht mehr halten; 1929/30 warnte Oberregierungsrat Fritz Gablonsky, der Charakter der Brienner Straße zwischen Königs- und Karolinenplatz lasse sich nur bewahren, wenn der Staat die Objekte erwerbe (Köpf 2005, S. 67; Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 9–10). Stattdessen kaufte die NSDAP am 26. Mai 1930 das Palais Barlow, Brienner Straße 45, für 805.864 Mark – mit Geldern Fritz Thyssens und einer Umlage von zwei Mark je Parteimitglied (Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 10–11; Arz 2018, S. 88–89). Paul Ludwig Troost baute es zum „Braunen Haus“ um, das im Januar 1931 eröffnete; die Presse spottete über das „Palais Größenwahn“ (Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 12). Als die Polizei im Juli 1931 das Haus mit Maschinengewehren sicherte, war die Brienner Straße zwischen Königs- und Karolinenplatz gesperrt (Köpf 2005, S. 73–74). Die Nachbarn klagten über Lärm und Verkehr bis in die Nacht, die Nuntiatur gegenüber über Schmährufe (Köpf 2005, S. 74). Hitler selbst saß lieber im „vornehmen Carlton Tea Room an der Brienner Straße“, wo ihn Klaus Mann 1932 Erdbeertörtchen verschlingen sah (Large 2001, S. 286).

Nach 1933 wurde der Abschnitt zwischen Karolinen- und Königsplatz zum Kern des Parteiviertels: Mehr als 50 Gebäude an Brienner, Arcis-, Gabelsberger-, Barer und Karlstraße gingen in den Besitz der NSDAP über (Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 4). Die beiden klassizistischen Eckhäuser Fischers und Höchls an der Arcisstraße wurden 1933 abgebrochen (Stephan 2013, S. 128); an ihrer Stelle entstanden zu beiden Seiten der Straße die „Ehrentempel“, flankiert von Führerbau und Verwaltungsbau, die Gänge unter der Brienner Straße verbanden (Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 22). Am 9. November 1935 zogen die Särge der sechzehn toten Putschisten „durch die Brienner Straße–Karolinenplatz zu den Ehrentempeln“ (Köpf 2005, S. 103, 106). Seither war der Fahrverkehr über den Königsplatz verboten – die Brienner Straße verlor ihre Funktion als Ausfallstraße nach Westen (Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 26). Im Oktober 1933 zog die Bayerische Politische Polizei, die spätere Gestapo, ins Wittelsbacher Palais; 1934 entstand im Park ein Gefängnis (Bäumler/Fromm 2017, S. 26), in dem auch die Geschwister Scholl saßen (Arz 2018, S. 54). Roderich Fick errichtete 1935/36 anstelle des Palais Poschinger das „Haus der Deutschen Ärzte“ (Stephan 2013, S. 122; Liedtke 2018, S. 96–97), Jacques Rosenthal musste sein Haus 1935 verkaufen, und die „Kraft durch Freude“ zog ein (Stephan 2013, S. 57; Liedtke 2018, S. 50). Gieslers Modell sah sogar ein Hitler-Mausoleum auf dem Gelände des Wittelsbacher Palais vor (Stephan 2013, S. 58).

Die Luftangriffe zerstörten das Braune Haus, die Nuntiatur, das Wittelsbacher Palais und die Schack-Galerie; 1947 wurden die Pfeiler der Ehrentempel gesprengt und die Ruine des Braunen Hauses abgetragen (Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 5, 85; Köpf 2005, S. 136). Oberbürgermeister Scharnagl bekämpfte die Idee eines „Hauses der Erinnerung“ anstelle des Wittelsbacher Palais (Köpf 2005, S. 134 f.); dessen Reste verschwanden bis 1964, und 1977–1982 baute die Bayerische Landesbank hier ihre Zentrale (Arz 2018, S. 53–54). Wettbewerbe von 1947 für Galeriebauten auf den Tempelsockeln scheiterten; ein Bretterzaun verdeckte die „Schandmale“, 1956/57 wurden sie bepflanzt – „Man ließ Gras darüber wachsen“ (Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 5, 86). Westlich des Königsplatzes bestimmt seither Zweckarchitektur der 1950er- bis 1970er-Jahre das Bild (Arz 2018, S. 12), und der Altstadtring schnitt die Straße in zwei Hälften. Erst 1999 stellte die Stadt an der Ecke Arcisstraße eine Informationstafel auf (Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 88–89); nach Jahrzehnten der Debatte wurde auf dem Grundstück des Braunen Hauses am 30. April 2015, dem 70. Jahrestag der Befreiung Münchens, das NS-Dokumentationszentrum eingeweiht (Liedtke 2018, S. 35; Bäumler u. a. 2015, S. 25).

Heute

Am ehesten zeigt die Brienner Straße ihre ursprüngliche Gestalt zwischen Odeonsplatz und Karolinenplatz. Auf der Maxvorstädter Nordseite folgen Wittelsbacherplatz mit dem Palais Arco-Zinneberg, das Palais Eichthal und das Palais Almeida mit Büros, dem Schweizer Generalkonsulat und dem Club „Lucky Who“ (Arz 2018, S. 52, 138), dann der weitläufige Komplex der BayernLB mit Littmanns Disconto-Bau und der Gedenktafel für das Wittelsbacher Palais an der Ecke Türkenstraße. Jenseits des Altstadtrings reihen sich die Palais Berchem, Böhler und Rosenthal und das „Oberösterreich-Haus“, das frühere Haus der Deutschen Ärzte (Arz 2018, S. 55, 67). Die Kunsthändler, die der Straße ihren Ruf gaben, sind großenteils fort: Böhler verließ die Nr. 25 im Jahr 2014, Bernheimer und die Galerie Wimmer die Nr. 7 im Jahr 2016. Zwischen Altstadtring und Königsplatz ist die Straße mit rund 12.000 Kraftfahrzeugen am Tag vergleichsweise ruhig; seit 2019 ist der Abschnitt am Odeonsplatz eine „unechte Einbahnstraße“ mit Radschutzstreifen.

Am Karolinenplatz beginnt das Kunstareal: Um den Obelisken stehen das 2020 nach Sanierung wiedereröffnete Amerikahaus auf dem Grund des Palais Lotzbeck und die Börse in der Villa Hutschenreuther. Der weiße Kubus des NS-Dokumentationszentrums am Max-Mannheimer-Platz blickt auf die überwachsenen Sockel der Ehrentempel, auf Führer- und Verwaltungsbau und auf den seit 1988 wieder begrünten Königsplatz mit Glyptothek, Antikensammlungen und Propyläen; das Lenbachhaus liegt gleich um die Ecke. Hinter den Propyläen wird die Straße zur Alltagsachse mit Nachkriegsbauten, einer Berufsoberschule an der Stelle der alten Schack-Galerie und Lokalen wie der „Hamburgerei Eins“ (Nr. 49) (Arz 2018, S. 136). Das Volkstheater, das seit 1983 in der Nr. 50 spielte, zog 2021 in einen Neubau am Schlachthof; am Stiglmaierplatz mündet die Straße zwischen spätklassizistischen Rondellbauten in die Nymphenburger Straße.

Adressen

Wichtige
Hausnummern.

№ 01 · Wittelsbacherplatz 1 / Brienner Str.

Palais Arco-Zinneberg

Stadtpalais, Entwurf Leo von Klenze, ab 1824; Wiederaufbau Anfang der 1960er-Jahre

Die Bauunternehmer Reschenauer und Gampenrieder errichteten das Palais nach einem Klenze-Entwurf als Spekulation; 1833 erwarb es Graf Maximilian von Arco-Zinneberg, der passionierte Jäger und Sammler (Arz 2018, S. 52). Nach schwerer Zerstörung wurde es bis auf die Grundmauern abgetragen und erst Ende der 1950er-Jahre mit rekonstruierter Fassade neu errichtet (Arz 2018, S. 52).

№ 02 · Brienner Str. 11 (Altstadtseite)

Luitpoldblock mit Café Luitpold

Geschäftshaus, Kern 1810–1812 (Utzschneider); Palastcafé Otto Lasne 1886–1888

Gehört zur Altstadt, prägt aber die Straße: Das am 1. Januar 1888 eröffnete Café zählte zu den „spektakulärsten Kaffeehäusern der Welt“ (Smith 2009, S. 74) und war Treffpunkt von Kandinsky, Klee, George und Wedekind (Bäumler u. a. 2015, S. 58); der Verein für Fraueninteressen hielt hier am liebsten seine öffentlichen Veranstaltungen ab (Bäumler/Fromm 2017, S. 78). Nach der Zerstörung in klassizistischen Formen wiederaufgebaut (Stephan 2013, S. 83).

№ 03 · Brienner Str. 14

Palais Almeida

Stadtpalais, Jean Baptiste Métivier, 1824/25; Wiederaufbau 1950er-Jahre

Ursprünglich war hier die Pinakothek geplant; 1823 erwarb Prinz Carl die Parzelle, Métivier baute auf eigene Kosten ein Palais „mit Pariser Flair“, das Carl 1834 seiner morganatischen Frau, Baronin Bayrstorff, schenkte. Den Namen verdankt es der Heirat ihrer Tochter mit dem Visconde d'Almeida (Arz 2018, S. 52). Heute Büros und Schweizer Konsulat.

№ 04 · Brienner Str. 16–20

Wittelsbacher Palais / Bayerische Landesbank

Palais Friedrich von Gärtner 1843–1848 (zerstört); Disconto-Bau Max Littmann 1922; BayernLB 1977–1982

Alterssitz Ludwigs I., Wohnsitz Ludwigs III., 1919 Ort der Räterepublik, ab 1933 Gestapo-Zentrale mit Gefängnis, in dem die Geschwister Scholl verhört wurden (Arz 2018, S. 54; Smith 2009, S. 125). Vor der Gestapo protestierten 1937 Anhänger Pater Rupert Mayers (Large 2001, S. 371). Heute BayernLB; eine Bronzetafel an der Ecke Türkenstraße erinnert an das Palais (Liedtke 2018, S. 229), ein Löwe von Johann Halbig steht am Kardinal-Wendel-Haus in Schwabing (Arz 2016, S. 26).

№ 05 · Brienner Str. 22

Palais Berchem

Palais, Gabriel von Seidl, 1897/98; vereinfacht wiederhergestellt; Baudenkmal

Zwischen Türkenstraße und Karolinenplatz beeindrucken die nach Kriegsschäden restaurierten Fassaden des Palais und seiner Nachbarn (Arz 2018, S. 67); erhalten blieb das Treppenhaus mit Stuckdekor. Heute Verwaltungsgebäude der Landesbank.

№ 06 · Brienner Str. 23

Haus der Deutschen Ärzte

NS-Verbandsbau, Roderich Fick, 1935/36; Baudenkmal

Anstelle des 1935 abgebrochenen Palais Poschinger (Stephan 2013, S. 122) am 3. November 1935 in Hitlers Anwesenheit eingeweiht; Sitz der Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands unter „Reichsärzteführer“ Gerhard Wagner (Liedtke 2018, S. 96–97). Das Äskulap-Relief und der „Windspiele-Brunnen“ stammen von Bernhard Bleeker; seit 2003 „Oberösterreich-Haus“ (Arz 2018, S. 55).

№ 07 · Brienner Str. 25

Haus Böhler

Kunsthandlung, Gabriel von Seidl, 1904/05; Baudenkmal

Seidl baute das Haus für den Sammler und Antiquitätenhändler Julius Böhler auf den Grundmauern eines spätklassizistischen Palais und mischte Renaissance- und Barockelemente – nach den Bausünden der Neuzeit „wohl der geringste Fremdkörper hier“ (Arz 2018, S. 55). 1982–2001 Sitz des Auktionshauses Ketterer, bis 2014 der Kunsthandlung Böhler.

№ 08 · Brienner Str. 26 (hist. Nr. 47)

Palais Rosenthal

Wohn- und Geschäftshaus, Gustav von Cube, 1909–1911; Baudenkmal

Firmensitz des Hofantiquars Jacques Rosenthal, der vor den Nationalsozialisten fliehen musste (Arz 2018, S. 67). Nach dem erzwungenen Verkauf 1935 zog die NS-Organisation „Kraft durch Freude“ ein, nebenan die Deutsche Arbeitsfront (Stephan 2013, S. 57; Liedtke 2018, S. 50).

№ 09 · Karolinenplatz

Karolinenplatz mit Obelisk

Rundplatz, Karl von Fischer ab 1809; Obelisk Leo von Klenze, 1833

Der 29 Meter hohe eherne Obelisk erinnert an die 30.000 Bayern, die 1812 in Russland fielen; nur 2.000 kehrten zurück (Arz 2018, S. 11). Ludwig verlegte ihn 1832 von der Ludwigstraße hierher (Bäumler/Fromm 2017, S. 40); über die fünf einmündenden Straßen ist er weithin „point de vue“ (Stephan 2013, S. 49).

№ 10 · Brienner Str. 34 / Max-Mannheimer-Platz 1

Braunes Haus → NS-Dokumentationszentrum

Palais Métivier 1828 (hist. Brienner Str. 45); Parteizentrale 1930–1945; Neubau Georg Scheel Wetzel, 2015

Das Palais, zuerst an Carl von Lotzbeck vermietet, gehörte später Pallavicini, Joseph Albert und den Barlows (Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 10–11). Ab 1931 Reichsleitung der NSDAP mit Fahnenhalle und „Senatorensaal“ (Large 2001, S. 286), 1945 Ruine (Köpf 2005, S. 136). Seit 30. April 2015 NS-Dokumentationszentrum, ein Würfel aus weißem Sichtbeton (Liedtke 2018, S. 35).

№ 11 · Brienner Str. (Südseite, hist. Nr. 15)

Palais Degenfeld / Päpstliche Nuntiatur

Palais Karl von Fischer 1810, Umbau Métivier; 1944 zerstört, heute Grünfläche

Seit 1887 Sitz der Nuntiatur; hier amtierte ab 1917 Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII., und bereitete das bayerische Konkordat von 1924 vor (Weyerer 1993, S. 143). Nach dem Umzug der Nuntiatur nach Berlin 1934 bemächtigte sich die NSDAP des Hauses gegenüber ihrem Braunen Haus (Stephan 2013, S. 126).

№ 12 · Brienner Str. / Ecke Arcisstr.

Ehrentempel

NS-Kultbauten, Paul Ludwig Troost, 1935; 1947 gesprengt, Sockel erhalten

An der Stelle der 1933 abgebrochenen Eckhäuser Fischers und Höchls (Stephan 2013, S. 128) standen auf 21 Meter breiten Sockeln je zwanzig Pfeiler über acht Sarkophagen (Köpf 2005, S. 99, 103). Am 9. und 16. Januar 1947 gesprengt (Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 85), die Sockel 1956/57 bepflanzt (Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 5).

№ 13 · Königsplatz

Propyläen – Tor der Brienner Straße

Stadttor, Leo von Klenze, vollendet 1862

Die Propyläen schließen die Achse der Brienner Straße nach Westen ab (Köpf 2005, S. 91). Bei der Freigabe 1862 bestimmte der Polizeidirektor, dass Wagen aus der „innern“ und der „äußern Brienner Straße“ jeweils das rechte Tor zu passieren hätten (Köpf 2005, S. 43). Bis 1935 führte die Straße als Fahrweg über den Platz (Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 26).

№ 14 · Brienner Str. 37–41

Alte Schack-Galerie und Wagner-Villa (hist.)

Galerie ab 1857, Ausbau Lorenz Gedon 1874; 1944 zerstört

Hier baute Graf Schack seine Sammlung auf und öffnete sie 1874 dem Publikum; Kaiser Wilhelm II., dem er sie vermachte, ließ sie in München (Arz 2018, S. 97; Liedtke 2013, S. 114). Nebenan wohnte 1864/65 Richard Wagner in einer Villa, die ihm Ludwig II. zur Verfügung stellte (Arz 2018, S. 12); eine Gedenktafel an der Nr. 37 erinnert daran. Heute Berufsoberschule (1958–1960).

№ 15 · Brienner Str. 50

Theater an der Brienner Straße / Volkstheater (bis 2021)

Mehrzweckhalle im Haus des Sports, 1955; Musicaltheater, ab 1983 Volkstheater

Am 24. Oktober 1968 hatte hier „Hair“ Deutschlandpremiere – mit Nacktszene, Behördenstreit und Donna Summer im Ensemble (Liedtke 2013, S. 146). Von 1983 bis 2021 spielte das Münchner Volkstheater in dem Haus (Liedtke 2013, S. 147), bevor es in den Neubau an der Tumblingerstraße zog.

№ 16 · Brienner Str. 54/56

Rondellbauten am Stiglmaierplatz

Wohnhaus Josef Weyrather 1865; Eckbau Max Steinmetz um 1875; Baudenkmäler

Zwei der wenigen erhaltenen Altbauten westlich der Propyläen: das spätklassizistische Wohnhaus Nr. 54 und der Eckbau Nr. 56, Teil der Rondellgruppe, die Fischers Rundplatz am Westende der Achse fasst (Stephan 2013, S. 35).

Personen

Wer hier
lebte und wirkte.

Karl von Fischer

1782–1820 · Architekt

Plante mit Sckell die Brienner Straße als Hauptachse der Maxvorstadt mit Karolinen- und Königsplatz und baute ihre ersten Palais (Arz 2018, S. 8; Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 8).

Leo von Klenze

1784–1864 · Hofarchitekt

Verdichtete ab 1816 die Bebauung, schuf Wittelsbacherplatz, Glyptothek, Propyläen und den Obelisken (Stephan 2013, S. 35; Freitag 2013, S. 34).

Ludwig I.

1786–1868 · König von Bayern 1825–1848

Gab der Straße 1826 ihren Namen, lebte nach seiner Abdankung im Wittelsbacher Palais und wurde 1868 die Brienner Straße entlang zu Grabe getragen (Stephan 2013, S. 38; Köpf 2005, S. 45).

Prinz Carl von Bayern

1795–1875 · Bruder Ludwigs I., Feldmarschall

Soll sich 1814 bei Brienne ausgezeichnet haben (Köpf 2005, S. 25); erwarb 1823 das Grundstück des Palais Almeida und schenkte es 1834 seiner Frau (Arz 2018, S. 52).

Jean Baptiste Métivier

1781–1853 · Baurat und Architekt

Baute das Palais Almeida und 1828 als Spekulationsobjekt das spätere Palais Barlow, das „Braune Haus“ (Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 10).

Friedrich von Gärtner

1791–1847 · Architekt

Entwarf das neugotische Wittelsbacher Palais an der Ecke Türkenstraße – „der zuwiderste Bau, den ich geführt habe“ (Arz 2018, S. 54).

Adolf Friedrich von Schack

1815–1894 · Dichter, Kunstsammler

Baute ab 1855/56 in der Brienner Straße seine Gemäldegalerie auf, einer der entschiedensten Förderer des jungen Lenbach (Arz 2018, S. 97).

Richard Wagner

1813–1883 · Komponist

Wohnte 1864/65 in einer Villa an der Brienner Straße, die ihm Ludwig II. zur Verfügung stellte (Arz 2018, S. 12); eine Tafel an der Nr. 37 erinnert daran.

Elsa Bernstein

1866–1949 · Schriftstellerin (Pseudonym Ernst Rosmer), Salonnière

Führte mit ihrem Mann Max in der Brienner Straße 8a einen der renommiertesten Salons der Stadt (Bäumler u. a. 2015, S. 36; Bäumler/Fromm 2017, S. 119).

Carry Brachvogel

1864–1942 · Schriftstellerin, Frauenrechtlerin

Lebte bis 1894 in der Brienner Straße 54 und gründete 1913 im Vereinslokal Brienner Straße 37 den Verein der Münchner Schriftstellerinnen mit (Bäumler/Fromm 2017, S. 71, 84); 1942 in Theresienstadt ermordet.

Jacques Rosenthal

1854–1937 · Antiquar

Ließ 1909–1911 das Palais Brienner Straße 26 bauen und musste es 1935 unter dem Druck des Regimes verkaufen (Arz 2018, S. 67; Liedtke 2018, S. 50).

Paul Ludwig Troost

1878–1934 · Architekt

Baute das Palais Barlow zum „Braunen Haus“ um und entwarf die Parteibauten und Ehrentempel an der Einmündung der Brienner Straße in den Königsplatz (Weyerer 1993, S. 143; Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 12).

Roderich Fick

1886–1955 · Architekt

Empfahl sich mit dem „Haus der Deutschen Ärzte“ (Brienner Straße 23) bei Hitler und wurde danach mit Aufträgen überhäuft (Liedtke 2018, S. 96; Arz 2018, S. 55).

Max Mannheimer

1920–2016 · Holocaust-Überlebender, Zeitzeuge

Setzte sich stark für das NS-Dokumentationszentrum ein; seit 2018 trägt der Platz davor an der Brienner Straße seinen Namen.

Chronik

Brienner Straße in Daten

1738

Der Fürstenweg nach Nymphenburg erhält eine Allee.

1808

21. November: Die Abschnitte heißen Königstraße und Kronprinzenstraße; Wettbewerb zur Stadterweiterung.

1809

Baubeginn am Karolinenplatz und an der Brienner Straße nach Plänen Karl von Fischers.

1812

Generalplan Fischer/Sckell genehmigt; der ganze Straßenzug heißt Königstraße.

1817

Klenzes Generalplan: Wittelsbacherplatz statt Häuserblöcken, Abriss des Schwabinger Tors.

1826

2. März: Umbenennung in Brienner Straße.

1833

Der Obelisk auf dem Karolinenplatz wird aufgestellt.

1848

Ludwig I. zieht nach seiner Abdankung ins neue Wittelsbacher Palais.

1862

Die Propyläen schließen die Achse am Königsplatz ab.

1888

1. Januar: Eröffnung des Café Luitpold.

1930/31

Die NSDAP kauft das Palais Barlow und eröffnet es als „Braunes Haus“.

1933

Gestapo im Wittelsbacher Palais; Hitler lehnt die Umbenennung in „Adolf-Hitler-Straße“ ab.

1935

9. November: Einweihung der Ehrentempel; Haus der Deutschen Ärzte eröffnet.

1944/45

Bomben zerstören Braunes Haus, Nuntiatur, Wittelsbacher Palais und Schack-Galerie.

1947

Sprengung der Ehrentempel, Abtragen der Ruine des Braunen Hauses.

2015

30. April: Eröffnung des NS-Dokumentationszentrums; 2018 Benennung des Max-Mannheimer-Platzes.

„
„Bald gehe ich gegen Abend, wenn das elektrische Licht die eleganten Anerbietungen der Läden noch glänzender, noch verlockender macht, durch die Briennerstraße und spreche bei Ihnen ein.“
Thomas Mann an den Buchhändler Heinrich Jaffe, 1912 – zitiert nach Bäumler u. a. 2015, S. 58
Literatur & Quellen

Zum
Weiterlesen.

  • / 01Arz 2018, S. 8, 9, 11, 12, 44, 52–55, 67, 88–89, 97, 136, 138, 143–144 · Maxvorstadt. Reiseführer für MünchnerLiefert Generalplan und Klenzes Umplanung, Obelisk, die Palais von Arco-Zinneberg bis Rosenthal, Wittelsbacher Palais und Landesbank, Haus der Ärzte, Braunes Haus, Schack-Galerie, Goltz und die Namensgeschichte.
  • / 02Arz 2016, S. 26 · Schwabing. Reiseführer für MünchnerNennt den Halbig-Löwen am Kardinal-Wendel-Haus als letztes Relikt des Wittelsbacher Palais.
  • / 03Bäumler u. a. 2015, S. 11, 25, 36, 49, 57–58 · Die Maxvorstadt. Historische Betrachtungen zu einem KulturViertelBelegt die Grenzfunktion der Straße, den Salon Bernstein, die Buchhandlung Jaffe mit Thomas Manns Brief und das Café Luitpold als Treffpunkt der Moderne.
  • / 04Bäumler/Fromm 2017, S. 26, 40, 71, 78, 84, 119–120 · Topographie und Erinnerung. Erkundungen der MaxvorstadtLiefert die Verlegung des Obelisken, das Gestapo-Gefängnis im Palaispark, Carry Brachvogel, den Verein für Fraueninteressen und den Salon Bernstein.
  • / 05Stephan 2013, S. 24, 27, 34, 35, 38, 49, 57, 58, 64, 83, 118, 120, 122, 126, 128 · Maxvorstadt. Zeitreise ins alte MünchenZeigt den Fürstenweg in historischen Plänen und Aufnahmen, die Folge der Palais, die Schlachtennamen, die NS-Nutzungen und die Abbrüche.
  • / 06Freitag 2013, S. 32, 34, 66 · Leo von Klenze, der königliche ArchitektBeschreibt die Brienner Straße als Achse zwischen Residenz und Nymphenburg und Klenzes Generalplan von 1817 mit dem Wittelsbacherplatz.
  • / 07Köpf 2005, S. 24–25, 36, 43, 45, 67, 73–74, 85, 91, 99, 103, 106, 134 f., 136 · Der Königsplatz in MünchenErklärt die Namensgebung, schildert Propyläen-Verkehr, Ludwigs Trauerzug, Gablonskys Warnung, die Polizeiaktion 1931, die abgelehnte Umbenennung und den Totenkult des 9. November.
  • / 08Lauterbach/Grammbitter 2009, S. 4, 5, 8–12, 15, 22, 26, 85, 86, 88–89 · Das NSDAP-Parteizentrum in MünchenGrundlegend zur Geschichte des Palais Barlow, zum Kauf 1930, zum Parteiviertel, zu den Ehrentempeln und zum Umgang nach 1945.
  • / 09Large 2001, S. 286, 371 · Hitlers MünchenBeschreibt Hitler im Carlton Tea Room und den Protest vor der Gestapo-Zentrale 1937.
  • / 10Liedtke 2018, S. 35, 50, 96–97, 229 · 111 Orte in München auf den Spuren der Nazi-ZeitLiefert Haus der Deutschen Ärzte, Rosenthal-Palais, Gedenktafel am Wittelsbacher Palais und die Eröffnung des NS-Dokumentationszentrums.
  • / 11Liedtke 2013, S. 114, 146–147 · 111 Orte in München, die Geschichte erzählenErzählt vom Verbleib der Schack-Sammlung und von der „Hair“-Premiere im Theater an der Brienner Straße.
  • / 12Weyerer 1993, S. 125–126, 143 · München 1919–1933. Stadtrundgänge zur politischen GeschichteBelegt den Verein für Fraueninteressen in der Brienner Straße 40 (damals 37) und die Nuntiatur unter Pacelli.
  • / 13Smith 2009, S. 74, 125 · Nur in MünchenWürdigt das Café Luitpold und nennt die Verhöre der Weißen Rose in der Gestapo-Zentrale.

Online-Quellen