Karolinenplatz
Klenzes erstes klassizistisches Platzbauwerk in München, 1812 angelegt nach Plänen Karl von Fischers. Im Zentrum der Obelisk, den Klenze 1833 für die 30.000 in Russland gefallenen bayerischen Soldaten errichten ließ.
Verkehrsknoten und Mahnmal
Der Karolinenplatz wurde 1812 von Karl von Fischer als sternförmiger Verkehrsknotenpunkt in der ersten Erweiterung Münchens zur Maxvorstadt angelegt — benannt nach Königin Karoline, der zweiten Frau Max I. Josephs. Acht Straßen treffen hier zusammen; der Platz ist heute eine kleine grüne Insel zwischen Brienner Straße und Briennerstraße.
Im Zentrum steht der Obelisk: 29,5 Meter hoch, auf einem dreigestuften Granitsockel, der Schaft aus mit Bronze überzogenem Mauerwerk. Errichtet 1833 von Leo von Klenze als Mahnmal für die 30.000 bayerischen Soldaten, die unter Napoleon im russischen Winter 1812/13 ihr Leben verloren — eingeschmolzenes Geschützmetall aus erbeuteten Kanonen. Auf den Sockeln Inschriften: „Auch sie starben für des Vaterlands Befreiung".
Heute ist der Karolinenplatz Sitz des Generalkonsulats des Staates Israel in einem Hinterhaus der ehemaligen Lotterieverwaltung — die topografische Doppelung von NS-Vergangenheit und heutigem jüdischen Diplomatensitz beschränkt sich auf wenige hundert Meter.
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