Straßen
Sechs Achsen, ein Raster, zwei Jahrhunderte: die Straßen, an denen sich die Geschichte der Maxvorstadt ablesen lässt — Namen, Häuser, Bewohner.
Sechs Straßen, ein Viertel
Sechs Straßen tragen die Maxvorstadt. Vier laufen von Süden nach Norden — Luisenstraße, Barer Straße, Türkenstraße, Amalienstraße —, zwei queren sie von Osten nach Westen: Schellingstraße und Theresienstraße. Zusammen bilden sie das Raster, das Friedrich Ludwig Sckell und Leo von Klenze nach dem Ediktum von 1808 über die Felder vor dem Schwabinger Tor legten, und die Adressen, an denen sich seither Münchner Geschichte verdichtet hat: Kasernen und Kunstakademie, Bohème und Bierkeller, Universität und Parteizentrale, Pinakotheken und Studentenkneipen.
Jede Straße hat eine eigene Seite: Woher der Name kommt, wie sie bebaut wurde, welche Hausnummern zählen, wer hier gelebt und gewirkt hat — mit Chronik und Literaturangaben aus der Bibliothek von Maxvorstadt Vibes. Die Karte ist schematisch; wer die Straßen abgehen will, findet die Routen unter Rundgänge.
Türkenstraße
Vom Kunstareal zur Kneipenmeile: die Straße der Elf Scharfrichter, des Simplicissimus, der Türkenkaserne und der kleinen Läden.
Zur Straße → № 02 · benannt 1857 · 1,9 kmSchellingstraße
Universitätsstraße, Bohème-Kneipenmeile, „Geburtsstätte der Bewegung“ und Straße der Osterunruhen 1968: die Ost-West-Achse des Studentenviertels.
Zur Straße → № 03 · benannt 1812 · 1,5 kmTheresienstraße
Die lange Ost-West-Achse der Maxvorstadt zwischen Universität, Pinakotheken und Technischer Universität – einst Kasernen- und Künstlerstraße mit dem Café Größenwahn, heute Museumsmeile mit dem ersten Münchner Wohnhochhaus von Sep Ruf.
Zur Straße → № 04 · benannt 1826 · 1,6 kmBarer Straße
Die Museumsachse der Maxvorstadt: Zwischen Karolinenplatz und Nordendstraße reihen sich Alte und Neue Pinakothek, Pinakothek der Moderne und Gründerzeitfassaden an der Trambahnstrecke – und dazwischen liegen das Palais der Lola Montez, das NS-Parteiviertel und die Wohnungen von Thomas Mann, Duchamp und Oskar Maria Graf.
Zur Straße → № 05 · benannt 1812 · 1,45 kmLuisenstraße
Lange Nord-Süd-Achse vom Hauptbahnhof am Königsplatz vorbei bis zum Alten Nordfriedhof: Luisengymnasium, Heyse-Villa, Lenbachhaus und TU München liegen an ihr.
Zur Straße → № 06 · benannt 1812 · 830 mAmalienstraße
Die Straße hinter der Universität: Antiquariate, Cafés und dicht erhaltene Historismus-Fassaden zwischen Café Stefanie, Klingenbeck-Gedenken, „Witwe Bolte“ und Amalienpassage – und die Wiege der Wienerwald-Kette.
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