Siegestor
Der nördliche Abschluss der Ludwigstraße, 1850 von Gärtner als Triumphbogen errichtet. Im Krieg schwer beschädigt; die kupferne Bavaria-Quadriga schaut seither Richtung Schwabing. Inschrift: „Dem Sieg geweiht, vom Krieg zerstört, zum Frieden mahnend".
Triumphbogen mit zweiter Inschrift
1843–1850 errichtete Friedrich von Gärtner das Siegestor am nördlichen Ende der Ludwigstraße — als Pendant zur Feldherrnhalle am südlichen Ende. Drei Bogendurchgänge, korinthische Säulen, gekrönt von einer 6,30 m hohen Bavaria-Quadriga aus Kupfertreibarbeit (Johann Martin von Wagner). Inschrift damals: „Dem Bayerischen Heere" — als Dank für die bayerischen Truppen in den Befreiungskriegen gegen Napoleon.
Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Beim Wiederaufbau 1958 entschied sich München bewusst gegen eine vollständige Restaurierung: Die Rückseite blieb teilweise im Trümmerzustand. Die neue Inschrift, formuliert vom Schriftsteller Wilhelm Hausenstein, lautet seither: „Dem Sieg geweiht, vom Krieg zerstört, zum Frieden mahnend" — einer der knappsten und wirksamsten Sätze deutscher Nachkriegs-Erinnerungskultur.
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