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Glyptothek

Klenzes klassizistisches Meisterwerk und das erste öffentliche Skulpturenmuseum der Welt. 1816–1830 errichtet. Heimat der Ägineten und des Barberinischen Fauns. Material: weißer Marmor, dorische Tempelfront.

1816–1830 · KlenzeKönigsplatz 3 · AdresseÄgineten · HauptsammlungBarberin. Faun · Schaustück

Klenzes erstes Münchner Werk

Im Auftrag des damaligen Kronprinzen Ludwig errichtete Leo von Klenze 1816–1830 am späteren Königsplatz die Glyptothek — ein Museum eigens für Ludwigs außerordentliche Sammlung griechisch-römischer Skulpturen. Es war damit weltweit das erste öffentliche Skulpturenmuseum überhaupt. Stil: streng klassizistisch, weißer Marmor, dorische Tempelfront, Innenräume mit dreizehn Sälen rund um einen großen Hof. Bauausführung: der junge Steinmetzpolier Franz Höllriegel.

Was hier zu sehen ist

Hauptattraktion sind die Ägineten — die Giebelfiguren des Aphaia-Tempels auf der Insel Ägina (5. Jh. v. Chr.), die Ludwig 1812 in einer schillernden Auktion gegen die Briten ersteigerte. Daneben der Barberinische Faun (3. Jh. v. Chr.), der Knabe mit Gans, dazu römische Bildnisbüsten und der Münchner Kuros. Im Krieg schwer beschädigt, wurde der Innenausbau bewusst nicht historisierend rekonstruiert; die Skulpturen stehen heute vor schlichten Sichtziegelwänden — eine Inszenierung, die das Werk freilässt.

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